Fantasie

Heute in einer Welt, bei der einzelne selbsternannte Könige, Monarchen, Heilige oder sogar Gottheiten andere Ländern unter fadenscheinigen Argumente ziellos bombardieren und sich dann noch als Friedensstifter hinstellen ist an Absurdität kaum zu überbieten.
Beim verfolgen der Nachrichten aus aller Welt kommt man aus dem Kopschütteln nicht mehr raus.

In dieser verrückten Welt ist für mich umso wichtiger, dass die Fantasie zum Glück kein Luxus ist. Sie ist eine Fähigkeit, die wir alle einmal selbstverständlich beherrscht haben.

Als Kinder stellen wir die Welt nicht infrage – wir erschaffen sie. Ein Stock wird zum Schwert, ein Zimmer zum Universum, und niemand verlangt Beweise dafür. Fantasie ist real, weil wir sie fühlen. Sie braucht keine Erlaubnis und keine Logik. Sie ist einfach da.

Mit den Jahren lernen wir, „vernünftig“ zu sein. Wir lernen, was möglich ist – und vor allem, was angeblich nicht möglich ist. Wir tauschen Staunen gegen Erklären, Abenteuer gegen Sicherheit. Und irgendwann behandeln wir Fantasie wie etwas Kindliches, das man hinter sich lassen sollte.

Doch gerade in einer Welt, die oft laut, komplex und widersprüchlich ist, wird Fantasie wichtiger – nicht weniger. Sie ist der Ursprung jeder Idee, jeder Veränderung, jeder Zukunft. Ohne sie gäbe es keinen Fortschritt, keine Kunst, keine neuen Wege.

Fantasie verschwindet nicht. Sie wird nur leiser. Und vielleicht besteht die eigentliche Herausforderung des Erwachsenseins nicht darin, sie abzulegen – sondern darin, den Mut zu finden, wieder auf sie zu hören.

Aus diesem Anlass habe ich wieder einen Text geschrieben, meine Vorstellungen der Arrangements und Aufbau der KI gegeben und sie stellte die Klangwelt nach meinen Vorstellungen zusammen und so ist ein weiterer Song entstanden.

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